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  Neukölln       
          

Die Sanierungsbeauftragten
stellen sich vor

Ansprechpartner vor Ort garantieren
die Kontinuität des Erneuerungsprozesses

Die BSG Brandenburgische Stadterneuerungsgesellschaft mbH hat am 1. August 1997 die Arbeit als Sanierungsbeauftragte aufgenommen.
     Unsere Aufgaben sind in einem Vertrag mit dem Bezirk Neukölln und der Senatsbauverwaltung geregelt. Sie bestehen darin, die Durchführung der Sanierung zu begleiten. Sanierung ist wie jede Planung ein Prozeß mit vielen Beteiligten unterschiedlicher Interessen. Der Fortschritt bei den anstehenden Planungs- und Bauaufgaben hängt deshalb auch von unserer Information und Überzeugungsarbeit gegenüber den Beteiligten ab. Im Unterschied zu einem Sanierungsträger stehen einem Sanierungsbeauftragtem keine finanziellen Mittel, z.B. zum Ankauf von Grundstücken, zur Verfügung. Deshalb bemühen wir uns vornehmlich, die Koordination und Moderation des Sanierungsverfahrens im Einvernehmen mit den Beteiligten zu gewährleisten.
  


Das Team des Sanierungsbeauftragten
im Vor-Ort-Büro in der Glasower Straße 67
Ulrike Stöber und Horst Evertz

     Beratung
Unser Büro bietet eine laufende Beratung für alle Sanierungsbetroffenen an. Bei Fragen zur Modernisierung der Wohngebäude erläutern wir die Fördermöglichkeiten im Rahmen der Programme 'soziale Stadterneuerung', 'stadtweite Maßnahmen', Mietermodernisierung oder auch im CO2-Minderungsprogramm. Eine Beratung und Unterstützung der Mieter und Eigentümer bei einer Erneuerungsmaßnahme gehört ebenso zu unseren Leistungen wie die technische und wirtschaftliche Bewertung der beabsichtigten Maßnahmen.
     Bei betroffenen Gewerbetreibenden prüfen wir Fördermöglichkeiten und stellen eine Koordination entsprechender Beratungsgespräche mit dem Stadtplanungsamt und Dienststellen der Senatsbauverwaltung sicher.

     Fortschreibung der Sanierungsziele
Auch wenn der verabschiedete Rahmenplan klare Leitlinien für die Zukunft vorzeichnet, ist damit doch nur ein "Rahmen" vorgegeben. Es ist deshalb wichtig, die Sanierungsziele fortzuschreiben und zu konkretisieren. Dabei findet auch eine Überprüfung der heutigen und zukünftigen Rahmenbedingungen und eine entsprechende Anpassung der Planungskonzepte statt. Das betrifft beispielsweise die Sanierungsziele für die soziale Infrastruktur wie Kindertagesstätten, Schulen und Jugendeinrichtungen, die anhand aktueller Bevölkerungsdaten und Versorgungszahlen überprüft werden. Auch für andere sektorale Bereiche wie gewerbliche Entwicklung, Verkehr oder Grün- und Spielflächen wird die Planung konkretisiert, um die Durchführung von Maßnahmen vorzubereiten.

     Die gewerbliche Entwicklung fördern
Da die Erneuerungsmaßnahmen auch von privater Seite mitfinanziert werden müssen, ist insbesondere auf den Gewerbegrundstücken mit dem jeweiligen Eigentümer/den Gewerbetreibenden die Gesamtwirtschaftlichkeit zu berücksichtigen. Um die Investitionsbereitschaft zu erhöhen und die Sanierungsziele zu erreichen, bemühen wir uns um Kontakte zur Senatsverwaltung für Wirtschaft und Technologie bzw. zur Wirtschaftsförderung Berlin.
     Der Sanierungsprozeß kann im Ergebnis die Notwendigkeit der Standortverlagerung eines Betriebes ergeben. Neben der Bestandsanalyse des Gewerbebetriebes kann der Gewerbebetreibende z.B.durch das Grundstücksamt bei der Suche nach einem Ersatzstandort innerhalb des Bezirkes unterstützt und in Kooperation mit der Senatsbauverwaltung ggf. eine Entschädigungssumme für die sanierungsbedingte Verlagerung ermittelt werden.
     Ein weiterer Aufgabenschwerpunkt wird sich aus den erforderlichen Umstrukturierungen des Gebietes ergeben. Für die Ansiedlung von Betrieben ist ein Gewerbeneubau am Tunnelmund östliche Wederstraße geplant. Für dieses Gewerbehofkonzept im Neubau müssen noch eigenständige Konzepte erarbeitet und Partner für die Realisierung gefunden werden.

     Strukturmängel im Sanierungsgebiet beheben
Die historische Stadtstruktur, die sich insbesondere im südlichen, dem Britzer Teil des Sanierungsgebietes mit z.T. niedriggeschossiger Vorortbebauung, vielen Anbauten, Remisen und rückwärtigen Teilbebauungen erhalten hat, unterscheidet das Gebiet von den "klassischen" Berliner Sanierungsgebieten mit vornehmlich gründerzeitlicher Blockrandbebauung. Dies erfordert bei der zukünftigen Arbeit in jedem Einzelfall ein individuelles Vorgehen. Bei der Fortschreibung und Konkretisierung der Sanierungsziele auf der Grundstücksebene wird somit der Abstimmung mit den Eigentümern, Gewerbetreibenden, der Betroffenenvertretung und Vertretern der Verwaltung große Bedeutung zukommen.
     Die mangelhafte Ausstattung des Gebietes mit sozialer Infrastruktur und Grün- und Freiflächen hat neben der Autobahnplanung maßgeblich die Ausweisung des Gebietes zum Sanierungsgebiet begründet. Die vorgesehenen Standorte werden zur Zeit auf ihre Realisierbarkeit hin überprüft. Für die gesamte Aufgabe ist ein Zeithorizont von etwa 10 bis 15 Jahren angesetzt. Ein Abbau der Defizite wird auch hier nicht allein durch öffentliche Investitionen zu erreichen sein. Wir werden Modelle prüfen, die Gemeindebedarfseinrichtungen in privaten Räumlichkeiten bzw. in freier Trägerschaft ermöglichen. Insbesondere Nutzungsänderungen von fehlgenutzten oder leerstehenden Gewerbegebäuden durch öffentlich geförderte bauliche Maßnahmen können eine Unterstützung für freie Träger und selbstverwaltete Gruppen darstellen.
     Die Versorgung mit öffentlichen Grünflächen wird nach 1999 durch den geplanten Grünzug auf dem "Tunneldeckel" der Autobahn entscheidend verbessert.

     Nach Verkehrslösungen suchen
Erfahrungsgemäß werden Fragen, die die Neuordnung des Verkehrs betreffen, von Betroffenen besonders engagiert behandelt, denn die unmittelbaren Auswirkungen auf die Wohn- und Arbeitsverhältnisse sind in der Regel direkt vorstellbar und erfahrbar. Da mit dem Bau der BAB 100 auch die Hoffnung der Betroffenen verbunden ist, daß die gegenwärtigen Belastungen des Durchgangs- und Gewerbeverkehrs verringert werden, kommt der Konkretisierung und Abstimmung der zusätzlich geplanten verkehrlichen Maßnahmen eine zentrale Bedeutung zu
     Die geplanten Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung bergen bei hohem Gewerbeverkehr Konflikte, die beispielhaft in einer "Verkehrs-Arbeitsgruppe" thematisiert werden sollen, um Kompromisse unter breiter Beteiligung zu erzielen.
 

Der Erneuerung von Wohngebäuden
geht eine intensive Beratung über
Fördermöglichkeiten voraus


     Beteiligungsmodelle fördern
Die sozialen Strukturen und Bindungen im Gebiet sind zu erhalten und zu stabilisieren. Dieses Ziel der Sanierung ist nur in Zusammenarbeit mit der Bevölkerung möglich. Die vorgeschriebenen Mitwirkungsregelungen sollen deshalb durch identitätsstiftende Maßnahmen ergänzt werden.
     Die Vor-Ort-Präsenz der BSG mbH ist dabei auch als Chance für die Einrichtung eines "offenen Büros" zu verstehen. Im Büro der Sanierungsbeauftragten sind Kommunikation und Aktion möglich. Die Erfahrungen aus unserem zweiten Vor-Ort-Büro in der Schillerpromenade haben gezeigt, daß die Koordination und Verknüpfung von Interessen einzelner Gruppen, Initiativen und Institutionen im Gebiet wertvolle Ergänzungen zu den klassischen Sanierungsaufgaben darstellen. Die Unterstützung der KiezArbeitsgruppe, die Bereitstellung von Räumlichkeiten für gemeinwesenorientierte Arbeit, Angebote und Unterstützung von Kulturarbeit, die Initiierung einer Geschichtswerkstatt beispielsweise sind Möglichkeiten von breit angelegten Beteiligungsmodellen, die eine solche identitätsstiftende Wirkung haben. Entscheidend ist dabei die Möglichkeit zur Selbstdarstellung und die Außendarstellung des Gebietes, die nur mit einer offensiv betriebenen Öffentlichkeitsarbeit erreicht wird.
     Das Vor-Ort-Büro Glasower Straße 67 wurde im Herbst 1997 eröffnet. Die Räume bieten die Möglichkeiten für Abstimmungsrunden, kleinere Veranstaltungen oder Ausstellungen. Hier können unsere Vorschläge zur Beteiligung, Kommunikation, Verfahrenskoordination und Öffentlichkeitsarbeit verwirklicht werden. Des weiteren tagen hier einmal im Monat die Betroffenenvertretung und eine Arbeitsgruppe zur Lokalen AGENDA 21. Die offene Mieterberatung findet jeden Montag zwischen 16 und 18 Uhr statt.

     Öffentlichkeitsarbeit
Zentrales Anliegen der Öffentlichkeitsarbeit ist die Schaffung einer größtmöglichen Transparenz des Sanierungsprozesses. Neben der kritischen Berichterstattung über den Sanierungsfortschritt müssen Veröffentlichungen auch eine Plattform für die Darstellung der Leistungen der Sanierungsbeteiligten sein. Öffentlichkeitsarbeit ist somit auch ein Beitrag zur Kompromißfindung und Akzeptanz von komplexeren Verfahrensschritten und Notwendigkeiten.
     Gleichzeitig kommt der erwähnten Außendarstellung des Gebietes große Bedeutung zu. lm Wettstreit mit anderen Wohn- und Gewerbegebieten Berlins muß das Gebiet Wederstraße wieder eine Bedeutung bekommen. Nicht nur Standortentscheidungen von Investoren und Gewerbetreibenden hängen davon ab, auch den Bewohnern liegt viel am Image ihres Stadtteils.

     Ausblick
Entscheidend für den Erfolg unserer Arbeit wird immer auch die Unterstützung durch die Menschen vor Ort sein, die aus der Adresse Glasower Straße 67 einen lebendigen Treffpunkt gestalten, der für alle Fragen offensteht.
 

Das Vor-Ort-Buro der Sanierungsbeauftragten
in der Glasower Straße 67.
Hier erhalten alle Betroffenen Informationen
ber das Sanierungsverfahren und kompetente
Beratung in allen Fragen rund um die
Stadterneuerung im Sanierungsgebiet



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