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August-Heyn-Haus       
(Lehmgebäude)
            

Vorwort                           
Der Schulgarten             
Das Lehmhaus               
Der Baustoff Lehm         
Haustechnik und Gründach
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Die Nutzung des Gebäudes
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  Neukölln       

_  Das Lehmhaus

  
 

 
Der Schulgarten an der Rungiusstraße war ohne ein festes Gebäude nur eingeschränkt funktionsfähig. Ein Gebäude für den Schulgarten sollte aber nicht nur als Ergänzungsbau fungieren, sondern als nachhaltig ökologisches Bauwerk eine stadtweite Wirkung entfalten und beispielhaft den Stand der Technik im modernen Hochbau demonstrieren. Das Gebäude sollte darüber hinaus zu einem Treffpunkt von Neubritz werden können und die Identifikation der Bewohner mit ihrem Wohnumfeld stärken. Mit Fertigstellung des Lehmgebäudes, dem "August-Heyn-Haus", im Herbst 2003 wurde auf einer Fläche von 120 Quadratmetern ein witterungsunabhängiger Unterrichtsraum mit Sanitäreinrichtungen geschaffen, der den Schulgarten rund um das Jahr nutzbar macht. Natürliche Prozesse können nun über die Jahreszeiten hinweg beobachtet und begleitet werden.

Das Lehmhaus - Grundriss

Das multifunktionale Gebäude wurde nach dem Entwurf der Architektengruppe PLANSTADT in ökologischer Bauweise errichtet. Die Konstruktion des Gebäudes beruht im Wesentlichen auf einem Holzständer-Fachwerk, das mit Lehmziegeln ausgefacht wurde. Die Außenfassade wurde mit einer Holzverschalung aus Lärchenholz verkleidet, von innen bleiben das Fachwerk und der Lehm sichtbar. Die verputzten Lehmbausteine tragen damit zum angenehmen Raumklima bei. Glastüren, die zum Garten hin aufschiebbar sind, schaffen eine Verbindung zwischen Freiraum und Unterrichtsgebäude.

Lehmgebäude im Schulgarten Rungiusstraße
Ansicht von der Rungiusstraße    
Die Wahl des Baustoffs Lehm, die Solaranlage und die Dachbegrünung folgen dem ganzheitlich ökologischen Konzept des Fördervereins der August-Heyn-Gartenarbeitsschule und unterstützen auf diese Weise den "grünen Lernort" von Neubritz: Der Begriff der Nachhaltigkeit wird durch die ökologische Bauweise sinnlich erlebbar und ist damit gleichzeitig Bestandteil des gartenpädagogischen Konzepts. Schon den Bauprozess vom Rohzustand bis zum fertigen Lehmgebäude konnten Schüler, Jugendliche und interessierte Bewohner mitverfolgen. Am fertigen Gebäude werden unter anderem Grundlagen der Baubiologie (Herstellungsbedingungen etc.), Grundkenntnisse über ökologische Haustechnik (Energie, Raumklima) oder das Wissen über Dach- und Hausbegrünung vermittelt.

Träger des Projekts "Lehmgebäude im Schulgarten Rungiusstraße" ist der gemeinnützige Förderverein der August-Heyn-Gartenarbeitsschule, der nur über geringe eigene finanzielle Mittel verfügt. Der Neubau des Lehmgebäudes wurde durch Gelder aus dem Umweltentlastungsprogramm mit Mitteln der Europäischen Union ermöglicht. Diese Förderung des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) wurde mit Mitteln der Stadterneuerung durch den Bezirk Neukölln kofinanziert.

Lehmgebäude im Schulgarten Rungiusstraße