NEUBRITZ - HOME

SANIERUNGSGEBIET
WEDERSTRASSE     
       

PROJEKTE                   

AKTEURE UND         
ANSPRECHPARTNER 

A R C H I V                
SANIERUNGSZEITUNG 
leben in Neubritz 8    
Blick voraus - und zurück
Kita in der Glasower Straße
Zürich-Grundschule        
Neubritz bittet zu Tisch    
Gemeinsam lernen        
- gemeinsam essen      

Neubritz mit dem Fahrrad
Sicher über die Straßen
"Stand der Durchführung"
Ein weißes Pferd           
Kulturbunker                  
Bebauungspläne           
Townhouse Neubritz     
Neu in NEUBRITZ          
Tiefbaumaßnahmen      
Neubritzer Gewerbe       
Historisches                   
Über't Jewerbe             
Ein Bus für Neubritz      
Sanierungswörterbuch 
Wer kennt den Kiez?     
Adressen                     
BROSCHÜREN           
P R E S S E                  
INFO-MAPPE              

AKTUELLES / SUCHE

KONTAKT                  
IMPRESSUM            


  Neukölln       
          

   Glosse
Über’t Jewerbe soll ick berichtn?
Über’t Jewerbe soll ick berichtn?

Über’t Jewerbe soll ick berichtn? Sie, da fällt mir nischt zu ein! Die Asbach-Uralt-Leute sajen, dett ett ma uff’n Kranoldplatz een riesijen Marcht jejeben hätte, aber dett is lange schon passé. Da kriegste keene Schrippe und keene Boulette. Da sind nur Steinklumpn jebliebn, die an’ne Marchtfraun erinnern tun. Als der Marcht dicht jemacht werdn sollte, habm se Unterschriften jesammelt und ooch olle icke hab meen 'Kaiser Wilhelm' drunter jesetzt. Denn habn se'n wieder uff jemacht mit viel Jetöse und die ersten Tage war ooch wat los, aber jenützt hat dett allet nischt. Nach’n paar Wochen is keene Bude mehr jestanden und det war’s nu endjültig mit Äppel und Jemüse aus’m Spreewald. Det is hier halt keene Jejend für kleene Jemüsefritzen. In der Glasower jab et ma nen arabischen Laden. Ick bin da ma rinn jemacht, weil ick ne Zitrone koofen wollte. Ick hab’ mir schon jewundert, det die Schatulle von det junge Fräulein mit’m Kopftuch voll jewesen is mit lauter Kleenjeld, det warn nich ma Sechser. Daheme war ick denne jenauso sauer wie det jelbe Ding, weil se voll vatrocknet jewesen is. Böse Zungen ha’m jesacht, det die nich von det Jrinzeug jelebt hab’m, wat se im Laden verkooft hab’m. Und selbst "Feinkost-Albrecht" hat hier nischt vadient und is wieda weg.

Eener hat in Jas, Wasser, Schiete gemacht. Da war ick drinne inne Bude. Da hat er Moorhühner abjeballert, det die Federn nur so jeflojen sind. Den Laden jibts nich mehr, aber dafür jibts hier inne Jejend ooch keene Moorhühner. Et jab ooch eenmal een abjebroch’n Schuster inner kleenen Buchte, wo de dir de Botten flicken lassen konntest. Det war ne ziemliche Flitzpiepe. Keen Wunda, det der dichte is. Nebenan hatte Eene ‘n Teeladen uffjemacht. Det is aber nischt für die Jejend, so etepetete. Und deine Molle oder de Weiße musste bald daheeme zischen, weil "Zum Feuermelder"-Otto, wie viele andere ooch, ihre Eckkneipe uffjejebn habn. Inna Hermannstraße und der Charly- Marx-Avenue jibt et fast nur noch die Ramschläden, wo allet nur een paar Euronen kostet. Ick fass mir an die Omme und hab arge Manchetten, dett allet noch viel schlimma wird, wenn nu Hertie und Sinn Leffers wech sind. Denn musste nach Jott-Wee-Dee loofen, wenn de neue Schlüppa koofen willst.

Aber die Nuckelpinne von Dir, die kannste jut verkoofen. Dreimal am Tach steckt’n Zettel anner Karre, obst se ihr nicht zu Penunse machen willst. Und uff der drüb’mschen Seite stehn immer kaputte Autos mit’m abben Rad. Konjunktur hat wenigstens det ollste Jewerbe von die janzen Welt. Eene Dame heeßt schon wie die erste Frau. Eene andre is immer noch jede jute Nacht uff de Piste, obwohl se eijentlich längst uff Rente sein sollte. Die nimmt det Esszimmer raus, wenn se sich an’ne Arbeit macht; denn stört dett nich so. Also da fällt mir wirklich nischt mehr zu ein!

Bertil Wewer                               
Seitenanfang