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Gemeinsam lernen – gemeinsam essen

Interview mit Sabine Schulz-Greve und Michael Jäger von der Vernetzungsstelle Schulverpflegung Berlin

Vernetzungsstelle Schulverpflegung – wen oder was vernetzen Sie?
Wir vernetzen und unterstützen die Berliner Akteure im Bereich Schulverpflegung. Von 2004 – 2005 als Modellvorhaben des Bundesverbraucherministeriums, seit Anfang dieses Jahres als e.V. in Gründung, in Kooperation mit der AOK Berlin und der Senatsverwaltung Bildung. Wir vermitteln Fachinformationen und Expertenwissen und organisieren die Kommunikation der Akteure miteinander. Wir bieten z.B. Informationsveranstaltungen zu zeitgemäßer Kinderernährung für Schulträger, Schulleitungen sowie Eltern an und erarbeiten Standards für eine hohe Qualität von Schulverpflegung. Gleichzeitig organisieren wir Fortbildungen u.a. für Schulcateringunternehmen zum Einsatz von Bio-Produkten in Schulmenüs, aber auch Lehrerfortbildungen und Schulungen von Eltern mit Migrationshintergrund, um sie als Multiplikatoren einer gesundheitsfördernden Kinderernährung zu gewinnen und die Akzeptanz des Schulverpflegungsangebotes zu erhöhen.

Warum gibt es überhaupt Qualitätskriterien für Schulverpflegung in Berlin und was beinhalten sie?
Wenn, wie in Berlin, Schule zunehmend ganztags stattfindet, ist das Angebot eines Mittagessens zwingend notwendig. Fast alle neuen Ganztagsschulen haben keinerlei Erfahrungen damit. Für bauliche oder organisatorische Fragen gab es im Rahmen der Einrichtung von Ganztagsschulen Leitfäden und Richtlinien, nicht aber für die Kriterien nach denen die Qualität von Schulverpflegung beauftragt und bewertet werden kann. Die "Berliner Qualitätskriterien" beinhalten konkrete Empfehlungen zu Einkauf und Verarbeitung, Menüzusammenstellung und Deklaration sowie Transport und Ausgabe des Essens. Darüber hinaus empfehlen die Herausgeber ausdrücklich die Integration von Lebensmitteln aus ökologischem und vorzugsweise regionalem Anbau.

Müssen die Qualitätsstandards von allen Schulämtern bei kommenden Ausschreibungsverfahren angewandt werden?
Berlins Bildungssenator Klaus Böger hat bereits bei der Erstveröffentlichung der Qualitätsstandards im Jahr 2003 die klare Empfehlung ausgesprochen, sie als Richtschnur und Orientierungsrahmen bei Ausschreibungsverfahren einzusetzen. Auf Basis dieser Mindestanforderungen sollen Schulleitungen, Eltern- und Schülervertretungen sowie Schulträger gemeinsam ein schulspezifisches Konzept erarbeiten, welches dann in die Ausschreibung einfließt. Schaut man sich die letzten Ausschreibungsverfahren an, lässt sich eine stark zunehmende Anwendung der Qualitätskriterien feststellen.

Der Untertitel der Neufassung "Teil 1: Berliner Qualitätskriterien" deutet darauf hin, das es einen zweiten Teil geben wird. Was wird dieser beinhalten?
Das Leistungsverzeichnis ist kein statisches Instrument. Es kann und wird ständig im Dialog mit den Akteuren der Schulverpflegung aktualisiert und ergänzt. Die Vernetzungsstelle begleitet diesen Prozess. Seit Anfang 2004 moderieren wir zum Beispiel eine Arbeitsgruppe der Schulträger, die begonnen hat, Ausschreibungs- und Vertragsunterlagen sowie Instrumente zur Kontrolle der Vertragsdurchführung zu erarbeiten. Diese Materialien sollen in einem 2. Teil des Leistungsverzeichnisses veröffentlicht werden.

Wird es durch diese Qualitätsstandards für Schulverpflegung zukünftig weniger übergewichtige Kinder in Berlin geben?
Ein qualitativ hochwertiges, schmackhaftes, ökologisch und saisonal orientiertes Essenangebot allein ändert ja nicht automatisch die Ernährungsgewohnheiten der Kinder und Jugendlichen. Das ist ein langfristiger Prozess, der ganz wesentlich durch schulische Gesundheitsförderung mit den Schwerpunkten Ernährung und Bewegung angeregt werden kann. Viele Schulen haben bereits die Chance wahrgenommen, das Mittagessen als Ausgangspunkt für eine fächerübergreifende Ernährungsund Verbraucherbildung zu nutzen und werden dabei intensiv von der Vernetzungsstelle Schulverpflegung unterstützt.

Auszug aus:
Leistungsverzeichnis zur Vergabe der Verpflegungsorganisation von Ganztagsschulen an externe Dienstleister, Teil 1 – Berliner Qualitätskriterien, hrsg. von: AOK Berlin – Die Gesundheitskasse, Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Vernetzungsstelle Schulverpflegung Berlin, 2. überarbeitete Auflage; April 2005.
Bezugs- und Downloadadresse: siehe "Ansprechpartner"

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