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  Neukölln       
          
Die Zürich-Grundschule in neuem Gewand

Zürich-GrundschuleWer in den letzten Wochen an der Zürich-Grundschule vorbei kam, hat bestimmt die umfangreichen Bautätigkeiten bemerkt. Für die 1888 eröffnete Schule war wegen des Autobahnbaus lange mit einem Umzug gerechnet worden (s. Interview S.11). Nachdem die Trasse der Autobahn so verlegt werden konnte, dass die Schule nun doch nicht angetastet wurde, kann sie für eine bessere Zukunft vorbereitet werden.

Bereits im Jahr 2003 beantragte das Amt für Planen, Bauordnung und Vermessung, Fachbereich Stadtplanung in Zusammenarbeit mit der Sanierungsbeauftragten den Anbau eines neuen Toilettengebäudes. Erst mit dem Haushalt 2004 konnte die zuständige Stelle bei der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung grünes Licht für diese Maßnahme geben. So werden nun nach 116 Jahren des Schulbestehens erstmals von innen zugängliche Toiletten zur Verfügung stehen. Eine Selbstverständlichkeit in anderen Schulen wird damit auch in der kleinsten Grundschule Neuköllns zum erfreulichen Alltag.

Mit weiteren Mitteln, die 2004 von der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung zur Verfügung gestellt und vom Fachbereich Stadtplanung kofinanziert wurden, können jetzt die Fassaden des Hauptgebäudes und der 1909 erbauten Turnhalle so instandgesetzt werden, dass die gründerzeitlichen Ornamente aus verschiedenfarbigen Klinkern wieder sichtbar werden. Die Halle hatte nach dem 2. Weltkrieg seinen kleinen „Dachreiter“ verloren. Auch dieser wird in Abstimmung mit der Denkmalschutzbehörde des Fachbereichs Stadtplanung wieder hergestellt.

Da die 2-zügige Schule mit viel zu beengten Verhältnissen auskommen muss, ist als Sanierungsziel auch eine Erweiterung der Schule festgelegt. So konnte im Jahr 2002 das Grundstück Bürgerstr. 52 angekauft und darauf ein Bolzplatz errichtet werden. Neben dieser Freiflächenerweiterung wurde zur Verminderung des Raumbedarfs 2004 mit der Einbeziehung des Gründerzeitaltbaus in der Wederstr. 53 als Schulerweiterung ein erster Erfolg verzeichnet. Auch dieses Gebäude erhält über die beantragten Fördermittel seit August seine originale Stuckfassade zurück. Den Bewohnern wird in einem Sozialplanverfahren durch das Bezirksamt Unterstützung beim Umzug gewährt.

Außer diesen Arbeiten an der Gebäudehülle soll im Jahr 2005 auch eine Verbesserung der Innenräume erfolgen. Wenn weitere Fördermittel fließen, ist vorgesehen, die Turnhalle zu erneuern und aus Platzgründen die Umkleiden in das Erdgeschoss des benachbarten Gebäudes Wederstr. 53 zu verlegen. Auch die beiden oberen Etagen sollen für Schulzwecke saniert werden.

Darüber hinaus ist angedacht, für die angrenzenden Grundstücke einen Architektur-Wettbewerb für den Anbau von weiteren Räumen durchzuführen, der eine moderne Ergänzung des Schulgebäudes ermöglichen soll. In diesem Zusammenhang sollen die Freiflächen vollständig neu gestaltet werden. Wenn dies bis zum Jahr 2010 im Rahmen der Sanierung umgesetzt wird, kann man nicht nur von einem neuen, alten Gewand, sondern auch von einer modernen, historischen Schule sprechen.

Alexander Matthes                         
SeitenanfangStand: November 2004