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  Neukölln       
          
   aus dem Rathaus

 
Liebe Leserinnen, liebe Leser,

in der letzten Ausgabe dieser Zeitung berichteten wir von der Ausstellung „Halbzeit“, die im Herbst 2002 nach sieben Jahren Sanierung eine Zwischenbilanz zog. Neben dem bisher Erreichten war dort auch der noch zu realisierende Bedarf nach Verbesserung der sozialen Infrastruktur sowie nach Sicherung und Ausbau des Gewerbes als Aufgabe für die Zukunft ein Thema. Dieser Bedarf für das Sanierungsgebiet Wederstraße entstand u.a. infolge der „städtebaulichen Wunden“, die durch Autobahnplanung und -bau des schließlich im Juli 2000 eröffneten Autobahntunnels verursacht wurden. Die Herstellung einer öffentlichen Infrastruktur (Schulen, Kitas, Spielplätze, Straßen etc.) im Sanierungsgebiet bedeutet auch, dass mit der baulichen Stadterneuerung Voraussetzungen für eine Stärkung des Sozialwesens bzw. die Entwicklung eines tragfähigen Wirtschaftslebens geschaffen werden. Nach nunmehr neun Jahren Sanierungstätigkeit lässt sich für Sie und alle Beteiligten dieses Prozesses einiges an sichtbaren Veränderungen im Gebiet ausmachen.

Die Schwerpunktlegung auf öffentliche Infrastruktur entspricht auch einer neuen, von der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung seit 2002 ausgegebenen Devise für die Stadterneuerung – „öffentliches Geld für öffentliches Eigentum und privates für privates Eigentum“ – und beantwortet somit die in der Halbzeitbilanz gestellte Frage zur Perspektive der städtebaulichen Neuordnung mit geringeren finanziellen Mitteln. Der Wegfall der Berliner Förderung für Wohnraumsanierung bedeutet für die vielen privaten Einzeleigentümer im Sanierungsgebiet Wederstraße auf eigenen Füßen zu stehen und Modernisierungen selber vornehmen zu müssen. In diesem Zusammenhang möchte ich auf das beiliegende Informationsblatt zu den ab 2006 geltenden Richtlinien zur Energiebilanz von Wohngebäuden hinweisen. Ein Teil der dort benannten Förderungen läuft Ende 2004 aus, so dass die Anmeldung von Maßnahmen noch in diesem Jahr ratsam ist.

Die andere Seite des Leitspruches zur Förderpolitik betrifft das öffentliche Eigentum. Hier freue ich mich, nochmals auf zwei Einrichtungen hinweisen zu können, die bereits am 8. Mai diesen Jahres bei einem Straßenfest (siehe Artikel S.4) offiziell eröffnet wurden: das Lehmgebäude im Schulgarten und der benachbarte Kultur-Bunker. In diesen Einrichtungen haben die Bewohner des Sanierungsgebietes und ganz Neuköllns die Möglichkeit, nachdem ein Teil der „Wunde mit diesen Pflastern“ bedeckt wurde, für eine Regeneration der Zellen zu sorgen. Ich lade also zu einer hoffentlich zahlreichen Nutzung ein. Apropos Zellen: am Ende des Carl-Weder-Parks sind eben diese von der Künstlerin Seraphina Lenz auf einer Brandwand in Kooperation mit dem Eigentümer und dem Fachbereich Stadtplanung, wie in dieser Zeitung abgebildet wird, als Kunst im öffentlichen Raum montiert.


Ein weiteres erklärtes Ziel seit den Vorbereitenden Untersuchungen zum Sanierungsgebiet, ist die Sanierung und Erweiterung der Zürich-Grundschule. Allerdings zeigte sich dies bisher als schweres Unterfangen, da z.B. hierfür im Ostteil eingesetzte Fördermittel des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) im Westteil nicht einsetzbar sind und mit den vorhandenen Mitteln zunächst auch andere Ziele umgesetzt werden sollten. Die eingerüstete Zürich-Grundschule zeigt aber, dass nun doch eine überraschende Förderung für Neukölln möglich war. So konnte durch die schnelle Erstellung eines Förderantrages der Einsatz von zweckgebundenen Einnahmen des Landes Berlin für 2004 bei der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung zur Instandsetzung der Fassaden und Dächer erreicht werden. Eine erfolgreiche Anmeldung im nur 2003 und 2004 laufenden Sonderprogramm für Infrastrukturmaßnahmen bescherte der Schule des Weiteren den Anbau eines Toilettentraktes, der momentan realisiert wird. Zusätzliche Maßnahmen in den Gebäuden und die Erweiterung der Schule werden ab 2005 beabsichtigt.

Einen Ausblick auf die weiteren anstehenden Aufgaben bei der Herstellung der öffentlichen Infrastruktur zeigt, neben der noch notwendigen Realisierung eines Spielplatzes in der Bürgerstraße und einer Kita neben dem Jugendberatungshaus in der Glasower Straße auch den erforderlichen Bau einer Straße zur Erschließung von Gewerbeflächen nördlich der Autobahn. Hier soll überwiegend mit Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GA-Mittel) für produzierende oder Handwerksbetriebe aus dem Gebiet ein Gewerbegebiet entstehen, das neben dem guten Autobahnanschluss auch günstige Baulandpreise bietet. Die Vorbereitungen zur Erschließung des Gebietes und Akquisition von Gewerbetreibenden laufen bereits auf Hochtouren. Damit soll die im Rahmenplan ausgewiesene gewerbliche Schwerpunktbildung im Bereich um den Tunnelmund Buschkrugallee erreicht werden.

Diese hier angekündigten und auf den nächsten Seiten geschilderten Projekte sind ebenso im Rahmenplan, dem Handlungskonzept der Sanierung, in planerischer Form festgehalten und auf den Mittelseiten dargestellt.

Ihre Stefanie Vogelsang
Bezirksstadträtin für Bauwesen und
Stellvertretende Bezirksbürgermeisterin
SeitenanfangStand: November 2004