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  Neukölln       
          
Erholungsgebiet

Jetzt, wo die Tage wieder kürzer werden und der Herbst sich mit stürmischem Wetter kräftig bemerkbar macht, geht man noch einmal durch den Carl-Weder-Park und denkt an die schönen Sommertage zurück – auch wenn sie in diesem Jahr nicht so „tropisch“ waren, wie im vergangenen.

Der Carl-Weder-Park ist für mich und meine Nachbarn, für unsere Kinder ein Ort der Begegnung, der Erholung, sportlicher Aktivitäten geworden und man kann sich kaum noch vorstellen, wie man früher ohne ihn ausgekommen ist.

Natürlich ist es klar, dass die vielen Menschen, die den Park nutzen, auch erhebliche Belastungen verursachen, zumal in einer sozial nicht unproblematischen Gegend wie Neubritz. Dazu gehört insbesondere eine Menge Abfall, der täglich im Park gelassen wird, vom berlinweiten Problem des Hundekots ganz zu schweigen.

Es ist allerdings wirklich ärgerlich, dass anscheinend niemand in der Lage ist, der Abfallflut Herr zu werden. Den ganzen Sommer über musste man feststellen, dass der größte Teil des Mülls zwar zu den ausreichend vorhandenen grauen Behältern gebracht wird, aber wegen deren Überfüllung dann doch auf dem Boden landet. Über Wochen und Wochen sieht man die überquellenden Boxen und darunter sammelt sich eine bunte Mischung all dessen an, was unsere Wegwerfgesellschaft anbietet: Getränkeverpackungen, Plastikflaschen und -tüten, Einwickelpapier, Pappbecher, Windeln, Zigarettenschachteln, Zeitungen und Zeitschriften – alles ist reichlich vorhanden und wird mit der Zeit vom Wind in alle Richtungen geweht.

Das Schlimme ist, dass Orte, an denen sich einmal Abfall angesammelt hat, offenbar von Einigen als „legitime“ Entsorgungsalternative angesehen werden. Und so kommen mit der Zeit auch größere Gegenstände hinzu, z. B. der kaputte Kühlschrank oder die zerschlissene Matratze.

Man fragt sich, ob bei der Gestaltung und Fertigstellung des Parks vergessen wurde, sich über dieses Problem Gedanken zu machen. Gibt es keine Stadtreinigung oder Entsorgungsfirma, die mit der regelmäßigen Entleerung der Abfallbehälter und der Beseitigung des überall auf den Grünflächen herumliegenden Mülls beauftragt wurde? Und wenn ja, warum ist man nicht in der Lage, diese zur ordnungsgemäßen Erfüllung ihrer Aufgaben zu bewegen?
Auch für die Pflege der in einigen Bereichen völlig heruntergekommenen Grünflächen fühlt sich offensichtlich niemand zuständig.

Meiner Ansicht nach ist es dringend an der Zeit, sich über Alternativen Gedanken zu machen, wie man unseren Park sauberer halten und die arg strapazierten Rasenflächen besser pflegen kann. Zwar wurden Ende September endlich einmal die Abfallbehälter geleert und der darunter liegende Müll beseitigt, aber auf den Wiesen und insbesondere in wenig begangenen Ecken sieht es immer noch aus wie unter dem sprichwörtlichen Sofa von Hempels.
Bernd Szczepanski                         
[Dieser Artilel gibt einen Brief an die Senatsverwaltung wieder. d.Red.]

In ihrem Antwortschreiben vom 08. November 2004 erläuterte die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, dass es sich bei dem Bereich zwischen Britzer Damm und Rungiusstraße um den problematischsten Abschnitt des Carl-Weder-Parks bezüglich Pflege und Unterhaltung handele. Es werde in diesem Abschnitt unverhältnismäßig viel Abfall hinterlassen und auch Schäden durch Vandalismus seien festzustellen. Die beauftragte Pflege-Firma habe den wöchentlichen Rhythmus bedauerlicherweise nicht immer eingehalten. Die nicht ausgeführten Leistungen würden natürlich auch nicht vergütet. Der Vertrag mit der derzeitigen Firma laufe im Frühjahr 2005 aus und die Leistungen sollen neu ausgeschrieben und an eine andere Firma vergeben werden. Dann sollen auch die Pflege- und Reinigungsintervalle verdichtet werden, um dem hohen Abfallaufkommen gerecht zu werden. Der Zustand der stark beanspruchten Rasenflächen soll im nächsten Frühjahr durch intensive Pflegemaßnahmen nachhaltig verbessert werden. (d.Red.)

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Stand: November 2004