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Kultur um'me Ecke


Kunst is, in Neubritz mang abjestellte Autos mittn appn Rad, ausranjierten Scheeselongs von die Nachbarn und in Tretminen von den jeliebten Vierbeenern zu loofen. Denn jibt et die Steinklump’n uff’m Kranoldplatz, wat Marchtfraun sein solln. Schade, det ma keenen Sponsoren fürn Brunnen habn. Obwohl jrade rüber sojar nen "City Lokus" is und der Meester von die Firma anderswo wat springen lässt, damit det Wasser sprudelt. Kunst is aber ooch, wenn an der Ecke Bruno-Bauer-Straße uff der eenen Seite die Delbrück- und uff der drümbschen Seite die Dellbrückstraße is. Tosca kennen wa als Stinkewasser für olle Weiber. Und wer inne Oper mit den jleichen Namen jeht, freut sich wie Bolle uffn Milch-wajen, weil der Jeejenspieler mittm Obstmesser jeritzt, der Jeliebte abjeknallt und Tosca sich nen Abhang runtermacht. So sind alle Hauptfijuren abjekratzt, det spart Gage.

Jute Jüte, wat et nich allet jibt hier bei uns innem Kiez: Nachm Schuljarten, eenem Beratungshaus für die Jujend und der jeplanten Bejegnungsstätte uffm Bunker Rungiusstraße kommt jetze ooch noch Kultur nach Neubritz!

Die Volksbühne war schon zweemal zu Jast uff die Wiese nebn den Tunnel von’ne Autobahn. Det erste Mal hamse Toast abjekokelt und mitm Najel anne Wand jekloppt. Dabei hatt‘n se nur ne Schürze an, so dett de den verlängerten Rücken von die Leute vor de Neese hattest. Det zweete Mal hamse für ihr Jartenfest jleich ne janze kleene Stadt uffjebaut, wat ihre mitjebrachten Fans, ihre sojenanntn "Schläfer" und die Jören aus der Jejend echt jefreut hat. Uff die Bretter, die de Welt bedeutn, konnte man allet über Sex erfahrn: Da ham sich drei Damen von det käufliche Jewerbe anjeblökt wie: "Nach Deina letzten Transplantation sieht Dein Jesicht aus wie Jround Zero". Und denne ham‘se über die "Privatisierung des amerikanischn Luftraums durch Bejechnung einet privatn Fluchzeuchs mitn privatn Wolkenkratza" filosofiert. Det sind die Beitreeje von Neubritz zu '48-Stunden Neukölln' und der Neubritza wundert sich, für wat det Kulturamt so Puseratzen hat. Ick denke mir, det die "Rollende Roadshow" ruhig an Neubritz vorbeirollen kann.
Im Park vom ollen Weder bejlückt uns Seraphina Lenz. Det is keene Kunst, det is ne Werkstatt von ner Veränderung! Partizipation is dabei anjesagt! Letztes Jahr hat se hunderte hellblaue Luftballons uffjehängt, damit sich der Deckel von‘er Autobahn hebt. Aber obwohl ick janz jenau hinjekiekt hatte, hat sich da nischt beweecht und det eenzije wat sich anjehobn hat, war meen Blutdruck. Nu will se dieset Jahr Jartenstühle an die Leute verpumpen. Det is nu aber wirklich eene jute Idee: Weil doch der janze Park voll is mit die Tretminen von die Bellos, die da rumloofen, liecht man denne uff Stelzen über dem janzen Dreck, womit wa wieda am Anfang von die Jeschichte wärn.
Bertil Wewer                               
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