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Ein Fall für Stockwerk
Jung
und ohne Perspektive

Ein nicht nur für Jugendliche, aber besonders für dieses charakteristische Problem ist die Beantwortung der Fragen, die das eigene Leben mit all seinen möglichen Perspektiven betreffen: "Was soll ich machen, jetzt, mit meiner Zeit, in Zukunft, überhaupt?" Die Orientierungslosigkeit unter Jugendlichen ist ein Themengebiet, dem sich der Verein "Stockwerk" seit 1994 intensiv widmet.
Das Jugendprojekt in der Karl-Marx-Straße 278 und Buschkrugallee 2 begann 1994 zunächst als Förderverein, um für Jugendliche und Mitarbeiter der bezirklichen Neuköllner Wohngemeinschaftsprojekte eine Überführung in freie Trägerschaft zu ermöglichen. Der Untertitel im Vereinsnamen "Förderverein zur Verselbständigung junger Menschen" wurde in den Folgejahren zum Programm und noch dazu zu einer Erfolgsgeschichte. Möglich wurde diese Entwicklung aber nur durch die Fördermitglieder, die sich aus Sozialarbeitern, engagierten Bürgern und vielen ehemaligen jugendlichen Bewohnern der Jugendwohngemeinschaften zusammensetzen. Gerade die Kontakte zu den Ehemaligen, die heute im Beruf stehen, ermöglichten immer wieder Hilfen und Unterstützung aus der Neuköllner Wirtschaft.
In einer ehemaligen KfZ-Werkstatt auf dem Hof der Buschkrugallee 2 und in den Büro- und Schulungsräumen in der Karl-Marx-Straße 278 werden heute Jugendliche betreut, die bisher ohne Ausbildungsangebot waren und auch keine Chance auf dem engen Ausbildungsmarkt haben. Da die Jugendlichen vielfach nicht wissen, welche Tätigkeit ihnen zusagt, können sie zunächst in einem Schnupperkurs in der Werkstatt oder im Büro langsam an den praktischen Berufsalltag herangeführt werden. Zu den Voraussetzungen und Grundlagen dieses Angebots gehört natürlich auch eine regelmäßige Teilnahme und darüber hinaus die schrittweise Übernahme von Verantwortlichkeiten – meist Selbstverständlichkeiten, die aber oft erst mühsam erlernt werden müssen. Für Jugendliche, die sich bewähren, Interesse zeigen und zunehmend Fertigkeiten in einem Bereich entwickeln, werden Praktika in Betrieben gesucht und Bewerbungen für einen Ausbildungsplatz geschrieben.
Neben den Fragen nach Ausbildung und Beruf sind Jugendliche nicht selten mit ihrer Wohnsituation beschäftigt, was sie teilweise auch daran hindert, ihr Leben selbst in die Hand zu nehmen. Deshalb gehörte der enge Kontakt zu den Jugendwohngemeinschaften und die Vermittlung von Wohnungsangeboten von Anfang an zu den Dienstleistungen von Stockwerk. Mit dem Wandel der Interessenlage der Jugendlichen von der Wohngemeinschaft hin zur eigenen Wohnung entstand die Idee, im Haus Karl-Marx-Straße 278 leer stehende kleine Wohnungen anzumieten, diese mit den Jugendlichen in Eigenleistung zu modernisieren sowie instand zu setzen und dann als betreute Einzelwohnungen an die Jugendlichen unterzuvermieten. Hier wird eines der Erfolgsrezepte von Stockwerk am deutlichsten: Eine sinnvolle Tätigkeit und ein großes Ziel vor Augen zu haben spornt auch Jugendliche an, die einige schon abgeschrieben haben.
Wer es dann "geschafft hat" und mitten im Leben steht, wird vielleicht selbst zum Fördermitglied des Vereins Stockwerk und kann so der folgenden Generation etwas von der Hilfe zurückgeben, die er selbst bekommen hat.

Tel 683 021 43/44

Horst Evertz

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