NEUBRITZ - HOME

SANIERUNGSGEBIET
WEDERSTRASSE     
       

PROJEKTE                   

AKTEURE UND         
ANSPRECHPARTNER 

A R C H I V                
SANIERUNGSZEITUNG 
leben in Neubritz 5     
Engagiert in Neubritz    
Schulwegsicherung      
Gewerbe in Neubritz     
"Sponsoren gesucht"    
Jung - ohne Perspektive
Hospiz, das andere      
Krankenhaus               

Bruno-Bauer-Str. 10     
Neubritzer                     
Heinzelmännchen        

Kultur in Neubritz          
Never ending story       
Musikbunker                 
Neuköllner Meister       
Sport in Neubritz         
- wo denn?                  

"Wichtije Leute"           
Aktuelles / Adressen    
BROSCHÜREN            
P R E S S E                   
INFO-MAPPE              

AKTUELLES / SUCHE

KONTAKT                  
IMPRESSUM            


  Neukölln       
          
Gewerbe in Neubritz:
vielfältig, zukunftsfähig und bodenständig



Die Befragung der Gewerbetreibenden in Neubritz ist nunmehr abgeschlossen und für die Leser unserer Sanierungszeitung folgt hier eine kurze Zusammenfassung der vorgelegten Untersuchungsergebnisse:
Die Auswertung der durchgeführten Befragung unter den Gewerbetreibenden im Sanierungsgebiet Wederstraße und in den angrenzenden Straßenzügen, dem sogenannten Verflechtungsgebiet, zeichnet ein recht deutliches Bild der hier angesiedelten Firmen.
Die Gewerbestruktur lässt sich mit ihrer großen Vielfalt an anzutreffenden Wirtschaftszweigen insgesamt als heterogen bezeichnen. Am häufigsten finden sich die klassischen Handwerksbetriebe wie Autowerkstätten, Tischlereien, Dachdecker, Gas-, Wasser- oder Heizungsinstallateurfirmen und metallverarbeitende Betriebe. Dieses Spektrum spiegelt sich auch in den zahlreichen Firmenneugründungen wieder. An zweiter Stelle folgt der ebenfalls sehr vielfältig ausgeprägte Dienstleistungssektor. Die danach am häufigsten vertretenen Branchen Gastronomie und Einzelhandel runden die Gewerbesituation in diesem Berliner Stadtquartier ab.
Insgesamt haben sich 170 Unternehmen an der Befragung beteiligt, was etwa 70% aller Gewerbetreibenden entspricht. Diese stellen insgesamt 1.392 Arbeitsplätze.

Bei einer Hochrechnung auf 100% kann also von circa 245 Betrieben mit etwa 2.000 Arbeitsplätzen im Gebiet ausgegangen werden.
Die durchschnittliche Anzahl der Beschäftigten je Betrieb liegt bei 8,2 Mitarbeitern. Die hohe Zahl der Kleinbetriebe wird bei einer anderen Betrachtungsweise noch deutlicher: In knapp 60% der Unternehmen arbeiten weniger als fünf Personen. Mehr als drei Viertel aller Betriebe beschäftigen bis zu zehn Mitarbeiter. Trends zur Beschäftigtenzahl lassen sich aus der Befragung allerdings nicht ableiten, da nur die aktuelle Anzahl der Mitarbeiter erfragt wurde.
Das Alter der Beschäftigen liegt zu 65% zwischen 30 und 50 Jahren. Jüngere und ältere Beschäftigte (20 bis 30 Jahre und 50 bis 60 Jahre) bilden einen Anteil von etwas über einem Viertel.
Die Anzahl der Auszubildenden in den 170 befragten Betrieben liegt bei 80 Personen. Die meisten Ausbildungsplätze werden im Handwerk besetzt, die auch bei der Vergabe von Praktikumsplätzen für Schüler und Studenten führend sind. Aber auch die medizinischen Einrichtungen sind mit einem größeren Angebot vertreten.
Fast die Hälfte aller Unternehmen gaben an, sich erst im Zeitraum zwischen 1996 und 2001 in Neubritz niedergelassen zu haben. Einerseits sind die Firmengründungen positiv als Zuzug in das 1995 festgelegte Sanierungsgebiet zu sehen, andererseits können sie auch als Zeichen einer wirtschaftlichen Instabilität interpretiert werden.
Vier Fünftel aller Gewerbetreibenden in Neubritz sind Mieter. Anzumerken sei hier noch, dass weit mehr als die Hälfte aller Unternehmen (67%) Mieten zahlen, die unter dem durchschnittlichen Quadratmeterpreis von 8,00 liegen.
Etwaige, durch das eigene Gewerbe verursachte Umweltbelastungen verneinten 85% der Firmen. Des Weiteren stellt die Abfallentsorgung für 97% kein Problem dar. Die Anzahl der Lieferfahrzeuge pro Woche ist insgesamt gering, jedoch bestehen Parkplatzprobleme für eine Vielzahl der Unternehmen. Einschränkend muss ergänzt werden, dass die Anwohner in dieser Befragung nicht zu Wort kamen, aus deren Sicht sich das Zusammenleben als nicht ganz so unproblematisch darstellen könnte.
Zur zukünftigen Entwicklung ihres Unternehmens äußerten 80%, dass sie ihren derzeitigen Stand an Mitarbeitern und Flächen halten wollten, wogegen sich 14% der Inhaber mit Plänen zur Erweiterung ihres Betriebes tragen. Eine Standortverlagerung inner- oder außerhalb von Neubritz ziehen die meisten Firmenleitungen nicht in Erwägung. Das Interesse am geplanten Gewerbehof nördlich der Autobahnabfahrt Buschkrugallee ist unter den ansässigen Unternehmen eher schwach.
Fast die Hälfte aller Neubritzer Unternehmen ist heute per E-Mail erreichbar und etwa ein Drittel präsentiert sich mit einer eigenen Homepage im Internet. Bei bestehenden Internetanschlüssen sind drei Viertel aller Betriebe an einer Verbindung mit der offiziellen Neubritzer Homepage (www. neubritz.de) interessiert.
Abschließend wurden die Unternehmen nach der Einschätzung des bisherigen Standortmarketings befragt. Es kann zusammengefasst werden, dass das Interesse am städtebaulichen Geschehen vor der eigenen Haustür mit 62% recht groß ist. Ebenfalls hoch ist die Bereitschaft, sich als Unternehmen am Standortmarketing (45%) zu beteiligen. Dies soll in der weiteren Sanierungsdurchführung aufgegriffen werden.

Erwin Stüven


Seitenanfang