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  Neukölln       
          

Investition in die Zukunft

Infrastruktur angesichts aktueller Bevölkerungsentwicklungen
In regelmäßigen Abständen werden im Sanierungsgebiet und in den Verflechtungsbereichen die Bevölkerungsdaten aktualisiert und ausgewertet. Vor kurzem wurde vom Land Berlin eine neue Prognose vorgelegt, die die Entwicklung bis zum Jahre 2010 bzw. 2015 beschreibt. Noch in der letzten Studie vor fünf Jahren wurde bis 2010 von einer leichten Zunahme der Bevölkerung in Neukölln ausgegangen. Heute geht man von einer Abnahme um 3,5% aus. Jede Bevölkerungsentwicklung unterliegt zwei unterschiedlichen Komponenten: zum einen dem Bevölkerungssaldo aus Geburten und Sterbefällen und zum anderen den Ergebnissen der sogenannten Wanderungsbewegung.   

Im Sanierungsgebiet und in der engeren Umgebung ist die Bevölkerung im Gegensatz zu den weiter unten genannten Zahlen für Gesamt-Neukölln in den letzten drei Jahren nahezu konstant geblieben, und auch die Abnahme der Kinderanzahl ist entsprechend gering. Dieses erfreuliche Ergebnis wird ein wenig getrübt durch die weiterhin bestehenden Defizite bei der Versorgung mit Kindertagesstättenplätzen. Es müssen deshalb weiterhin Anstrengungen unternommen werden, um die Bevölkerung zu halten und die Defizite abzubauen. Konkret heißt das, dass die geplanten Kindertagesstätten im Sanierungszeitraum realisiert werden müssen und auch die Erweiterung der Zürich-Grundschule intensiv voranzutreiben ist.
Für Neukölln insgesamt geht man in der neuen Bevölkerungsprognose nun gegenüber der 1995 prognostizierten Situation davon aus, dass bei den 0- bis 9-jährigen eine Abnahme von 9,5% zu erwarten ist. Noch deutlicher wird die Entwicklung bei der Altersgruppe der 6- bis unter 18-jährigen: minus 12,1% gegenüber einem Plus von 10% noch vor fünf Jahren. Da auch der Anteil der 25- bis 45-jährigen um 12,3% überproportional abnimmt, ist davon auszugehen, dass der Rückgang in erster Linie auf den Wegzug von jungen Familien mit Kindern zurückgeführt werden kann, wogegen der Geburtenrückgang eine untergeordnete Rolle spielt.
Die von der BSG ausgewerteten aktuellen Bevölkerungsdaten für Neubritz bestätigen diesen Trend. Auch die vorliegenden Vergleichszahlen vom 31. Dezember 1997 und vom 31. Dezember 2000 ergaben einen bei Kindern besonders deutlichen Bevölkerungsrückgang, allerdings mit einem merklichen Unterschied zwischen dem dichter bebauten Norden Neuköllns und dem Süden von Neubritz. In einem Teilbereich südlich des Teltowkanals war bei den 0- bis 9-jährigen zwischen den Jahren 1997 und 2000 eine dramatische Verringerung um 20% zu verzeichnen. Dies ist innerhalb von drei Jahren natürlich nicht mit einem Geburtenrückgang, sondern wiederum nur durch den Wegzug von Familien zu erklären.
Für die Planung der Versorgung der Bevölkerung mit Infrastruktur, hier insbesondere mit Kindertagesstätten und Schulen, kann man aus dieser Entwicklung zwei grundsätzlich unterschiedliche Schlüsse ziehen: 1. Investitionen für Infrastruktur werden in dem Umfang nicht mehr vorgenommen, in dem ein Rückgang der Bevölkerung zu erwarten ist. 2. In den Bereichen mit schlechter Versorgung werden verstärkte Investitionen vorgenommen, um den Wohnstandort für Familien attraktiver zu gestalten.
Im Neuköllner Norden mit seinen schon fast traditionell schlechteren Sozialdaten und seinem höheren Ausländeranteil gegenüber dem Neuköllner Süden ist das Defizit gemessen an den Kinderzahlen besonders hoch. Dass es dennoch keine Belegungsengpässe gibt, kann nur bedeuten, dass viele Kinder von ihren Eltern nicht in die Kindertagesstätten geschickt werden. Auch unter diesem Aspekt wäre es eine Investition in die Zukunft, wenn allen Kindern ein kostenfreier Zugang ermöglicht würde und darüber hinaus auch die Angebote für schulpflichtige Kinder verbessert werden.
Horst Evertz, BSG 
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