NEUBRITZ - HOME

SANIERUNGSGEBIET
WEDERSTRASSE     
       

PROJEKTE                   

AKTEURE UND         
ANSPRECHPARTNER 

A R C H I V                
SANIERUNGSZEITUNG 
leben in Neubritz 3     
Wohnen am
Carl-Weder-Park

Wohnen in Neubritz       
Untersuchungen zum Ver- 
kehrskonzept
,  Priesterweg
Schallschutz                     
Wohnprojekte, Übersicht  
Einzelne Wohnprojekte    
Wohnungsneubau am     
Britzer Damm                  

Wohnungsneubau am    
Carl-Weder-Park            
Schulgarten Rungiusstraße
Büro für Sozialplanung    
Fragen an Eigentümer   
und Mieter                     

Hinweise / Kiezgeschichten
Glosse / Nachlese          
Aktuelles                          
BROSCHÜREN            
P R E S S E                   
INFO-MAPPE              

AKTUELLES / SUCHE

KONTAKT                  
IMPRESSUM            


  Neukölln       
          
Wohnen in NEUBRITZ
Deckengemälde
im Treppenhaus

Jetzt wohnen wir an der Autobahn,
nein, wir wohnen an einem wunderschönen Park über der Autobahn in NEUBRITZ.

     Als unsere Familie sich entschied, unsere Mutter nach Berlin zu holen, begann die Suche nach einem Mehrfamilienhaus. Durch eine Anzeige wurden wir auf die Wederstraße aufmerksam und als wir das kleine, alte, mit Stuck verzierte Haus sahen, war klar - das ist es. Gut, es war renovierungsbedürftig, der Putz fiel ab, die Fenster der Straßenfassade im Erdgeschoss waren nachträglich eingebaut und zerstörten die alte, klare Gliederung. Außerdem war das Treppenhaus furchterregend dunkel, aber mit ein wenig Fantasie konnten wir uns vorstellen, wie schön es werden könnte. Gegenüber war die Autobahnbaustelle unter einer Beton- und Erddecke verschwunden und ließ den Park erahnen.
     Nun begann die Arbeit - Verhandlungen mit den Alteigentümern, Gespräche im Bezirksamt und schließlich die Kalkulation; was das alles kostet.
     An dieser Stelle möchte ich das Engagement des Bezirksamtes und der BSG betonen, die uns Mut machten, unsere Idee – verschiedene Generationen wohnen unter einem Dach – zu verwirklichen. Wir spürten deutlich, wie alle Beteiligten an dem Aufbau dieses Stadtteiles arbeiten.
     Am 1. November 1999 kauften wir das Haus Wederstraße 45. Da unsere finanziellen Mittel sehr knapp waren, stellten wir einen Antrag auf Fördergelder im Rahmen "stadtweiter Maßnahmen" bei der Investitionsbank Berlin. Leider wurde uns mitgeteilt, dass die Mittel für die Jahre 1999 und 2000 bereits vergeben seien. Da wir einen straffen Zeitplan hatten, blieb uns keine Zeit über dieses Desaster lange nachzudenken. Wir begannen sofort mit der Renovierung von 2 der 4 Wohnungen.


     Die beiden Mietparteien, die im Haus bleiben wollten, mussten einiges an Lärm und Staub ertragen, doch sie freuten sich ebenso wie wir auf ein saniertes Haus. Bereits zu Weihnachten 1999 hatten alle neue Heizungen, die alte Fassadenstruktur war wiederhergestellt, die neuen Fenster wurden zwei Tage vor dem Umzug eingebaut, und meine Mutter und meine Schwester mit ihrer Familie hatten eine neue Wohnung. Im neuen Jahr sollte dann zuerst das dunkle Treppenhaus in Angriff genommen werden, damit die jugendlichen Kinder meiner Schwester sich wieder trauen konnten Freunde einzuladen.
     Die Farbgestaltung des Treppenhauses war ein wichtiger Diskussionspunkt, da in diesem Zusammenhang auch die Fassadenfarbe festgelegt werden sollte. Wir fuhren daher kreuz und quer durch Berlin und sahen uns alte, renovierte Häuser an. Ca. 80 % der Gebäude waren in Gelbtönen gehalten, so dass wir unbedingt eine andere Farbe wählen wollten.
     Nach dem Winter konnten die letzten einfachverglasten Fenster der Hoffassade gegen isolierverglaste Fenster ausgetauscht werden; selbstverständlich aus Holz und mit der ursprünglichen Teilung.
Jeder Schritt brachte ein wenig mehr Schönheit des alten Hauses, das 1892 erbaut wurde, zum Vorschein. Nach einer umfangreichen Ausschreibung begann Ende Juni der vorerst letzte Bauabschnitt: die Sanierung der Fassade.
     Anfängliche Reibungsverluste mit den beauftragten Firmen konnten beseitigt werden, bis schließlich die Zusammenarbeit funktionierte und wir wie geplant Ende August fertig wurden. Ein Hoffest krönte unser arbeitsreiches Jahr. Der Garten muss warten.
     Wir sind froh, dass unser altes Haus seinen Charme wieder zeigen kann und hoffen, dass andere es uns gleichtun. Zur städtebaulichen Vervollständigung der "neuen" Wederstraße ist die Bebauung der leeren Grundstücke ausgesprochen wichtig. Der Ideenwettbewerb des Bezirks ist ein erster Schritt zur Motivation Bauwilliger, denn er hat gezeigt, was alles möglich ist.
     Wo findet man schon ein Gebiet, dass ruhig und gleichzeitig optimal an die Autobahn angebunden ist, darüber hinaus einen U- und S-Bahnanschluss und auch noch einen Park vor der Tür hat?
     Hier in NEUBRITZ!
Bettina Allewelt

Seitenanfang