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Bebauungsstudie

Buschkrugallee/Ecke Bürgerstraße 2/8


Die Stadtautobahn mit ihrem Brückenbauwerk und Auf- und Abfahrten beginnt den Stadtraum an der Buschkrugallee nachhaltig zu verändern: Die Maßstäblichkeit von Straße und Blockrandbebauung geht verloren, Mietshäuser in gewohnter Berliner Traufhöhe werden bald kleinstädtisch wirken.

Die Neubebauung entlang des Tunnelmundes mit seinem Kopfbau an der Buschkrugallee und Bürgerstraße soll zwischen der Größe der Autobahnanlage mit der Umgebung vermitteln, so daß der Stadtraum trotz aller Veränderungen in einer harmonischen Struktur gehalten wird. Gebäude der Superlative würden zwar der Verkehrsanlage entsprechen, das Autobahnprojekt aber noch dominierender und erst recht als Fremdkörper erscheinen lassen. Und umgekehrt würden Gebäude im Maßstab des Bestandes den Schnitt zwischen der bestehenden Bebauung und der Autobahn in den Bereich der Schallschutzwände legen: die Chance, die Neubebauung an der Stadtautobahn in einen integrierenden Rahmen zu betten, wäre vertan.

Die Bebauung der Grundstücke Bürgerstraße 2/8 will einen Weg zeigen, der veränderten Situation und der oben geforderten Vermittlung zwischen Stadtraum und Autobahn gerecht zu werden. Zwar ist der Neubau zur Buschkrugallee und Bürgerstraße in der ortsüblichen Traufhöhe gehalten, aber die Eingliederung eines Turmhochhauses schafft einen zur Autobahn orientierten Blickpunkt. Die Autobahnabfahrt erhält dadurch eine "Adresse" und der fließende Autobahnverkehr einen Orientierungspunkt. Die Dimension der Autobahn und des Turmgebäudes ergänzen einander.

Der Bebauungsvorschlag integriert außerdem die Altbauten in der Bürgerstraße 6 und 8. Ein Abbruch ist nicht erforderlich, da durch die Schallschutzwände eine hohe Nutzungsqualität trotz der Belastungen durch den Verkehr gewahrt werden kann.

Die geplante Tunnelmundbebauung mit gewerblicher Nutzung wird durch den Neubauteil in ortsüblicher Traufhöhe an der Buschkrugallee sichtbar, gleichzeitig akzentuiert das Turmhochhaus die flach gestreckte Bebauung entlang der Autobahnausfahrt und markiert letztere als Zielpunkt.

Das Turmhochhaus ist mit 12 Geschossen und einer Höhe von rund 50 m deutlich höher als das Sockelgebäude mit 5 Geschossen. Die Geschossflächenzahl für das gesamte Grundstück (einschließlich Altbauten) liegt bei 3,6 und ist damit nicht höher als bei normalen Eckgrundstücken in der Innenstadt.

Die Integration von Altbauten, Kopfbau der Tunnelmund-Bebauung und Turmhochhaus auf den Grundstücken Bürgerstraße 2/8 / Ecke Buschkrugallee versteht sich als ein Beispiel des Zusammenwirkens unterschiedlichster Potenziale in dem sich markant weiterentwickelnden Ortsteil Neubritz.


      städtebauliches Modell und Perspektive der Turmbebauung an der Buschkrugallee

Christian Koch,
Architekt


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