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  Neukölln       
          

"Die kleinen Betriebe brauchen Angebote"

Fragen von LiN an Gewerbetreibende:

1. Seit wann sind Sie in Neubritz tätig?

2. Im Sommer 2000 wird die Autobahn eröffnet.
Was erwarten Sie davon für den Gewerbestandort / Ihren Betrieb?

3. Am Autobahnausgang wird ein Gewerbehof entstehen. Braucht Neubritz einen Gewerbehof? Welche Wünsche und Vorstellungen verbinden Sie damit?


Peter Laube
K&L Kranservice GmbH,

Glasower Str. 63, 12051 Berlin

In Neukölln sind wir seit September 1990. 1993 sind wir in die Glasower Straße umgezogen.

Das ist in jedem Fall ein Vorteil für uns und war der ausschlaggebende Grund hier in der Gegend zu bleiben. Durch den Autobahnanschluss erwarten wir für unseren Störungsbeseitigungsbetrieb zeitliche und preisliche Vorteile.

Den Bau des Gewerbehofs finde ich überwiegend positiv. Wir würden uns wünschen, dass sich dort die Möglichkeit der Zusammenarbeit mit verwandten oder ergänzenden Betrieben aus der Branche Stahlbau / Elektrik ergeben.




Peter Laube,
Kranservice

Peter Wojtkowiak
Seidel & Wojtkowiak,

Juliusstr. 64, 12051 Berlin

Wir sind vor ca. 15 Jahren aus Kreuzberg an diesen Standort gezogen.

Eigentlich sind wir jetzt auch schon sehr gut angeschlossen. Prinzipiell ist ein Autobahnanschluss für Gewerbe attraktiv, wir befürchten jedoch, dass es zunächst auf der Karl-Marx-Straße noch mehr Staus geben wird. Eine Entlastung versprechen wir uns zwar vom Weiterbau der Autobahn, daneben muss aber allgemein der ÖPNV verbessert werden.

Wir hätten selbst Interesse zu investieren, um unseren Betrieb zu erweitern. Ein Wunsch wäre eine verbesserte Zu- und Abfahrt zu unserem Grundstück. Bislang ist ja noch nicht klar, welche Branchen sich dort niederlassen werden, wir versprechen uns jedoch Vorteile von der Ansiedlung und Kooperation mit verwandten Branchen. Problematisch schätzen wir die Erschließung über die schmale Juliusstraße ein, in der derzeit auch noch beidseitig geparkt wird.




Peter Wojtkowiak,
Pumpenfabrikation


Hariri Akram
Ristorante Pizzeria Scampino,

Bürgerstr. 8, 12347 Berlin

Ich habe mein Restaurant hier in der Bürgerstraße im Jahr 1989 eröffnet.

Während der Bauarbeiten zur Autobahn war die Bürgerstraße über längere Zeit gesperrt, so dass wir schlecht erreichbar waren. Durch den Autobahnbau sind auch unsere Parkplätze weggefallen. Außerdem sind in den letzten Jahren viele unserer Stammkunden aus dem Gebiet weggezogen. Der Autobahnbau hat uns einen Umsatzrückgang beschert und uns damit insgesamt in eine sehr schwierige Lage gebracht.

Durch erneute Bauarbeiten befürchte ich erneute Umsatzeinbußen, vermehrte Kundschaft erwarte ich zumindest kurzfristig nicht.



Hariri Akram,
Restaurant-Inhaber

Monika Schulz
Dachdeckerbetrieb

Jahnstr. 52
12347 Berlin

Wir sind ein alter Neuköllner Betrieb und haben uns 1907 gegründet. Seit 1960 sind wir an diesem Standort in Neubritz.

Als Handwerker, die in ganz Berlin Baustellen und Kunden haben, können wir diese schneller über die Autobahn erreichen. Die verkehrliche Situation wird sich für uns verbessern.

Grundsätzlich ist ein Gewerbehof für Neubritz zu begrüßen, da sich dadurch neues Gewerbe ansiedeln kann. Als Nutzer kommt unser Betrieb allerdings nicht in Frage, da wir dort zu wenig Lagerflächen hätten. Perspektivisch wünschen wir uns an unserem jetzigen Standort bleiben zu können. Hier ist ja eigentlich Wohnbebauung geplant. Die Mischnutzung am Standort zu erhalten ist aber wünschenswert.



Monika Schulz,
Dachdeckerei

Michael Stellmach
Fa. Stellmach,

Buschkrugallee 6-8, 12051 Berlin

Wir sind seid 1956 hier tätig. Angefangen haben wir mit Fernsehern, später auch Elektroartikel. Seit 18 Jahren verkaufen wir auch Küchen.

Unsere Erwartungen sind negativ. Bisher hatten wir Stellplätze, die nun weg sind. Dadurch sind wir schlechter zu erreichen, auch wenn die Leute schneller zu uns kommen können.

Wenn der Gewerbehof mit kleineren Einheiten versehen wird, ist das positiv. Es waren hier viele Kleinbetriebe. Viele davon sind vertrieben worden. Die Kleinbetriebe brauchen Angebote.



Michael Stellmach,
Elektrogeräte u.
Küchenausstatter

Uwe Krahn
Firma Robert Krahn & Sohn Vertriebs GmbH,

Buschkrugallee 4, 12359 Berlin

Seit 1949 bin ich in Neubritz tätig.

Ich befürchte weitere geschäftliche Nachteile aufgrund der für mich verschlechterten Verkehrssituation. Kunden, die von Süden kommen, registrieren gar nicht, dass man in meine Hofeinfahrt trotz Straßenmarkierung links einbiegen darf. Durch die nicht enden wollende Bauerei, auch und vor allem am U-Bahneingang, ging mein Umsatz zurück.

Durch den Bau des Gewerbehofes könnte ich natürlich neue Kunden gewinnen. Beispielsweise wenn ein vermietetes Büro individuell mit Teppichen etc. eingerichtet werden soll. An Investitionen bin ich weniger interessiert, da ich bereits über genügend Lager- und Verkaufsfläche verfüge. Interessant erscheint mir aber die Erschließung des Gewerbehofs über die Juliusstraße, sofern mein Grundstück darüber auch erreichbar wäre.



Uwe Krahn,
Teppichboden,
Gardinen, Tapeten

Die Interviews führten
Luzia Weber, Phillipp Heise


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