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  Neukölln       
          

Was ich besitze, möcht ich gern bewahren:
Der Wechsel unterhält, doch nützt er kaum.

(Goethe,TorquatoTasso III, 2)




Liebe Leserinnen und Leser,

in diesem Jahr kann der Ortsteil Britz stolz auf eine 675 jährige Geschichte zurückblicken, denn im Jahre 1375 wurde das Dorf "bretzki", der "Ort am Birkenwäldchen", erstmals im Landbuch der Mark Brandenburg erwähnt, das Kaiser Karl IV anlegen ließ. Ich freue mich deshalb besonders, dass ich Ihnen pünktlich zur 625-Jahrfeier nun ein weiteres Heft aus der Reihe "Berlin-Neukölln – seine Geschichte und Denkmale" vorstellen kann, das sich mit diesem Ortsteil befasst.

Britz zählt heute zu den wenigen ehemals ländlichen Vororten, die ihr traditionelles Erscheinungsbild mit Dorfanger und Dorfteich, Kirche, Pfarrhaus, Schulhaus und dem Rittergut mit Schloss und Schlosspark weitestgehend bewahren konnten. Die Reste aus der auf Granitfindlingen ehemals errichteten Umfassungsmauer der Britzer Dorfkirche weisen bereits auf das 14. Jahrhundert als Entstehungszeit hin, und in der jüngeren Geschichte haben Namen wie Schloss Britz, Britzer Mühle oder Britzer Garten dazu beigetragen, dass dieser Ortsteil weit über unsere Stadt hinaus bekannt ist und hier ein positives Ansehen genießt. Bedeutende Namen sind mit diesem Ort verbunden, so die noch heute anzutreffenden Familiennamen Britzke und Ilgen. Aber auch der Einfluss des Außenministers Friedrich II und Gutsherrn auf Britz, Graf Ewald Friedrich Hertzberg (1725-1795) hat die Geschicke von Britz nachhaltig geprägt und ist noch heute zu spüren.

Die Broschüre soll Sie durch einen Teil des Bezirks führen, der lebens- und äußerst liebenswert ist und neben den historischen Denkmalen durch eine ausgewogene Architektur, gute Verkehrsanbindungen und unzählige Grünflachen besticht. Ich wünsche Ihnen viel Spaß bei der Lektüre, die Ihnen – sozusagen als Zeitreise – einen kleinen Überblick von den erdgeschichtlichen Anfängen der Eiszeit bis hinein in die Gegenwart verschaffen soll.

Prof. Bodo Manegold
Bezirksbürgermeister

Berlin-Neukölln, August 2000
      
 Durch die Bildung Groß-Berlins im Jahre 1920 erfolgte die Vereinigung der Stadt Rixdorf mit den umliegenden Dörfern Britz, Buckow und Rudow zum Bezirk Neukölln.

Bei der Darstellung der Geschichte und Denkmale Neuköllns haben wir uns von der vorher getrennten Entwicklung der jetzigen Ortsteile leiten lassen. Jedem Ortsteil wird eine eigene Broschüre gewidmet.

Mit der Darstellung des Ortsteils Britz wollen wir nun die Reihe fortsetzen, nachdem in den vergangenen Jahren 1998 und 1999 die Dokumentationen zu Rudow und Rixdorf auf großes Interesse gestoßen sind.

Wie schon in den vorangegangenen Broschüren wird wieder ein weiter Bogen von den Ursprüngen in der Vor- und Frühgeschichte über die orts- und siedlungsgeschichtlichen Entwicklungen bis zu den Zukunftsvisionen an der neuen Autobahn in Neubritz geschlagen. Dabei ist natürlich das Hauptaugenmerk auf die Denkmale gerichtet, die neben dem erhaltenen dörflichen Gesamtensemble von Alt-Britz mit seinem Schloss vor allem Zeugnisse der Siedlungsgeschichte durch Bruno Taut repräsentieren.

So wie Bruno Taut von der Idee der Gartenstadt inspiriert wurde, ist für Neukölln der Ortsteil Britz die Stadt der Gärten. Der grünen Geschichte haben wir deshalb ein besonderes Kapitel gewidmet.