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Werkstatt für Veränderung    -    G l a m o u r r i e s e
Performative künstlerische Interventionen im weißen Riesen, Neukölln
16. August – 6. September 2014





„ W i l l k o m m e n , B i e n v e n u e , W e l c o m e “
Samstag, 16. August 2014, 17 - 19 Uhr
Eröffnungsflirren, Wiedersehen und Kennenlernen

G l a m o u r r i e s e   -    D i e    S h o w
Samstag, 6. September 2014, um 20:30 Uhr (Einlass: 19:30)
Eine musikalische Revue mit Tanz, Text, Sound und Vision
sowie tägliche Werkstätten und Trainingsphasen
(Programm und Termine im Anschluss)
O r t : Rungiusstraße 19, 12347 Berlin-Neukölln



Die WERKSTATT FÜR VERÄNDERUNG macht ihrem Namen alle Ehre und erfindet sich und alle neu!

„Glamour“ lautet die diesjährige Herausforderung der Künstlerin Seraphina Lenz und ihres Teams unter dem weiten Freiluftdach des weißen Riesen in Neubritz. In der dritten Saison nach Umzug des Projekts vom Carl-Weder-Park in die nahe gelegene Rungiusstraße etabliert sich in Kooperation mit Profis aus den Bereichen Bühne, Tanz, Theater das darstellende Genre als folgerichtiges, durchgängiges Format. Was liegt da näher, als sich groß herauszuputzen?

Bei Glamour denkt man zunächst an Film, an Diven oder Pop Idole, an Mode, Prunk und Prominenz. Menschen, denen etwas Faszinierendes anhaftet, gelten gemeinhin als schillernd oder glamourös. Dabei ist es die Ausstrahlung, die Aura einer Person, die sich nicht an Einzelattributen misst, sondern mit dem gesamten Wesen zu einer magnetisch magischen Figur verschmilzt. Exklusivität und Abweichen vom Durchschnitt verbindet man mit Glamour. Andererseits muss heutzutage beinah jeder Glamourkompetenz erwerben.

Seraphina Lenz geht es im aktuellen Projektturnus nicht um jenen Hang und Zwang zur äußerlichen Selbstdarstellung der so genannten Casting-Gesellschaft. Die WERKSTATT FÜR VERÄNDERUNG betont vielmehr das Subversive, Widerständige und Provokante am Phänomen Glam. Glamour meint hier zuallererst die Möglichkeit zur völligen Verwandlung und zur Offenbarung.

Wer sich anderen zeigt, macht sich natürlich angreifbar. Wer sich aber seiner Wünsche und Ängste bewusst ist, wird sich auch seiner selbst bewusst und kann sich mittels Inszenierung emanzipieren. Schon im Gestus und in der Behauptung, einzigartig und jemand Besonderes zu sein, liegt die sich selbsterfüllende Verheißung. „Fake it till you make it“ heißt eine englische Redensart, die mit genau dieser Idee einhergeht.

„Wer liebe, fürchte, hoffe ich zu sein?“ Mit dieser Frage fordert die WERKSTATT FÜR VERÄNDERUNG ihre langjährigen Fans, die Anwohner und Jugendlichen des Viertels Wederstraße, auf, etwas zu wagen und zu riskieren. Drei Wochen lang mutiert der weiße Riese zum hybriden Produktionsort – mit einem Wort: zum Glamourriesen. Zwischendurch wird ein Musikvideo gedreht. Fürs Catering sorgt wie beim Film das Café Glitz. Der Reim auf seinen Standort mag willkürlich erscheinen. Aber wer glaubt beim Showbiz schon an Zufälle? Immerhin hat Neuköllns neuer Glamour, seine Verlockung und Kontraste, auch das Gebiet Neubritz halbwegs erreicht.

In Seraphina Lenz’ WERKSTATT FÜR VERÄNDERUNG formuliert sich der Mut zur Metamorphose durch die Kür, über sich selbst hinauszuwachsen. In aller Öffentlichkeit und auf der Showtreppe. Am 6.9. mit Bravour. Ein Wow-Effekt besonderer Art.

Zur Projekthistorie: Das Kunstprojekt WERKSTATT FÜR VERÄNDERUNG wurde von Seraphina Lenz 2002 erfunden und tritt seither alljährlich mit einmaligen Inszenierungen im Sanierungsgebiet Wederstraße in Neukölln zutage. Es folgt den künstlerischen Strategien der Recherche und der sozialen Plastik. Durch partizipatorische Aktionen und performative Eingriffe prägt und verändert es seine Kulisse sukzessive und macht urbane Orte neu erfahrbar. Für Mitwirkende und Zuschauer erschließt sich dadurch ein anderer Bezug zu ihrer gewohnten näheren Umgebung. Die WERKSTATT FÜR VERÄNDERUNG bietet langfristige und zugleich immer neue Modelle der Beteiligung. Während Interventionskunst im städtischen Raum meist ephemer und kurzzeitig passiert, setzt das Projekt auf Kontinuität und Dauer. Ursprünglich als Wettbewerbsbeitrag für die Gestaltung des Carl-Weder-Parks erdacht und umgesetzt, bezog die WERKSTATT FÜR VERÄNDERUNG im Jahr 2011 im benachbarten weißen Riesen, einem offenen Podium, Quartier. Durch die Bindung an das immer selbe Umfeld entstanden über lange Zeit andere Formen künstlerischen Handelns, eine neue Idee von Öffentlichkeit und Gemeinschaft sowie schließlich ein temporäres Theater.

Die Künstlerin ist während des gesamten Bau- und Probenzeitraums anwesend. Für Informationen über das Projekt und für weiterreichende Frage stehen wir gern persönlich zur Verfügung.





WERKSTATT FÜR VERÄNDERUNG
betört den weißen Riesen täglich 15 – 19 Uhr (außer Sonntag)
mit dem famosen Café Glitz

Bühnenbild und Showtreppe / Holz, Farbe, Papier
18. – 23. August 2014

Figuren, Kostüm, Maske / Stoff, Text und Schminke
25. – 30. August 2014

Choreographie, Tanz und Performance / Körper, Stimme, Musik
1. – 5. September 2014


WERKSTATT FÜR VERÄNDERUNG
Gestaltungskonzept für das Sanierungsgebiet Wederstraße
Initiiert und finanziert durch das Bezirksamt Neukölln, Stadtentwicklungsamt
Idee, Realisation und Produktion: Seraphina Lenz
Künstlerische Mitarbeit: Michael Bause
Presse und Öffentlichkeit: Tine Neumann
Mobil: +49.(0)179.518.6766 • Email: tine.neumann@gmx.de
www.die-werkstatt.blogspot.de

 

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